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Herzlich willkommen zur 82. Ausgabe von Der Autopreneur.
Im Mai hatte Daniel Abreu Marques schon einmal einen Newsletter als Gastautor übernommen. Er hat damals einen super Überblick über die Basics zum autonomen Fahren geliefert. Das kam richtig gut an.
Deshalb freue ich mich, dass er heute wieder übernimmt und uns ein Update gibt.
Daniel arbeitet als Stratege im Bereich autonomes Fahren bei einem deutschen Nutzfahrzeughersteller. Er schreibt außerdem den Newsletter "The AV Market Strategist".
Seit Tesla im Juni seinen Robotaxi-Service gestartet hat, reden wieder alle über selbstfahrende Autos.
Aber wohin geht die Reise wirklich? Werden wir in Zukunft selbstfahrende Autos besitzen? Oder werden wir sie nur als Service nutzen?
Einfacher gesagt: Robotaxis oder private selbstfahrende Autos?
Ich habe Daniel gebeten, uns die Antwort zu geben.

Gastbeitrag von Daniel Abreu Marques
Robotaxis vs. selbstfahrende Autos - Wohin geht die Reise?
Der Markt für autonomes Fahren entwickelt sich rasant. In den letzten Tagen sorgten gleich zwei Ankündigungen für Aufsehen:
General Motors startet nach dem Aus ihrer Robotaxi-Firma Cruise neu. Diesmal mit Fokus auf ein Fahrzeug für Privatbesitzer
Tensor (früher AutoX) will 2026 das erste Consumer-Robocar auf den Markt bringen
Damit rückt eine zentrale Frage in den Vordergrund: Geht der Trend jetzt weg vom Robotaxi? Hin zum persönlich besessenen autonomen Fahrzeug?
Robotaxis - leichter umsetzbar und heute schon Realität
Robotaxis waren der Startpunkt für die meisten Unternehmen im Bereich autonomes Fahren. Das hatte strategische Gründe. Das Modell lässt sich leichter kontrollieren.
Warum?
Eingeschränktes Fahrgebiet: Sie müssen nur in ausgewählten Zonen funktionieren
Depot-Strategie: Fahrzeuge kehren regelmäßig zurück. Wartung und Updates erfolgen zentral
Betreiberhoheit: Kontrolle über Software, Fahrzeugzustand und Nutzererfahrung
Waymo ist in den USA führend. Sie fahren inzwischen rund 250.000 Fahrten pro Woche.
In China haben Baidu Apollo, Pony.ai und WeRide Robotaxi-Flotten in großen Städten etabliert. Sie expandieren zunehmend international. Auch nach Europa.
Das Robotaxi-Modell ist also real und wird skalierbar.
Personal AVs - selbstfahrende Autos für Privatbesitzer
Lange war das Narrativ vor allem von Tesla getrieben: Das eigene Auto wird per Software-Update zum autonomen „Robotaxi in der Garage".
Doch nun bewegt sich der Markt:
GM: Nach dem Aus von Cruise soll unter Sterling Anderson ein Auto für Privatbesitzer entwickelt werden. Zunächst mit hands-free/eyes-free Funktionen. Später vollautonom
Tensor: Das Start-up kündigt für 2026 ein Luxus-Robocar an. Die Besonderheit: Extrem viele Sensoren (37 Kameras, 5 Lidar, 11 Radar). Preislich wird es aufgrund all der Sensorik klar im Luxussegment liegen
Waymo & Toyota: Sie wollen zusammen selbstfahrende Autos für Privatbesitzer ermöglichen
Warum ist dieses Modell so kompliziert?
Erwartung der Kunden: Wer ein autonomes Auto kauft, erwartet dass es überall fährt. Das ist technisch eine ganz andere Liga als Robotaxis
Kosten: Anfangs erfordert ein Personal AV extrem teure Hardware. Damit startet es als Luxusauto. Nichts für die Masse
Haftungsfragen: Wer zahlt, wenn das Auto ohne Fahrer einen Unfall baut? Diese Fragen sind ungeklärt
Hybrid-Modelle - Airbnb für Autos?
Ein möglicher Mittelweg: Hybrid-Modelle. Dabei werden private selbstfahrende Autos in Netzwerke eingebunden.
Tesla: Schon lange das Versprechen. Dein Auto bringt dich ins Büro. Während du arbeitest, fährt es als Robotaxi für andere Nutzer
Lyft: Entwickelt das Konzept „Lyft-ready". Es soll ermöglichen, autonome private Fahrzeuge auf ihrer Plattform zu nutzen. So könnte dein Auto Einkommen generieren, wenn du es nicht nutzt
Doch auch hier gibt es Hürden:
Psychologische Barriere: Würden Menschen ihr persönliches Auto wildfremden Personen überlassen?
Auslastung vs. Verschleiß: Mehr Fahrten bedeuten zwar mehr Einnahmen. Aber auch höheren Wartungsaufwand
Das Hybrid-Modell klingt attraktiv. Es ist aber kulturell wie praktisch noch nicht erprobt.
Meine Einschätzung
Robotaxis sind das heutige, funktionierende Businessmodell. Kontrollierbar, skalierbar. In China und in den USA bereits Realität.
Personal AVs sind das große Narrativ von morgen. Mehr Kontrolle für den Kunden, attraktives Marktvolumen. Aber mit massiven technischen und regulatorischen Hürden.
Hybrid-Modelle könnten die Brücke schlagen. Bringen aber ihre ganz eigenen Herausforderung mit sich.
Vermutlich wird es kein Entweder-Oder geben. Die Realität wird sich je nach Region unterscheiden:
Vorteile von Robotaxis: Geteilte Kosten und technisch einfacher umzusetzen
Vorteile von Personal AVs: Mehr Unabhängigkeit und individueller Komfort. Besonders relevant in reichen Ländern mit geringer Bevölkerungsdichte
Heute sehen wir: Tausende L4-Fahrzeuge sind bereits in Robotaxi-Flotten unterwegs. Ein echtes Personal-AV gibt es allerdings noch nicht.
Die kommenden Jahre werden zeigen was sich wirklich durchsetzt.
Kommentar von Philipp:
Tesla verkauft die Vision vom eigenen Auto, das nebenbei als Robotaxi Geld verdient. Also in etwa so wie Airbnb.
Die ursprüngliche Idee von Airbnb: Normale Menschen vermieten ihr Zuhause. Wenn sie gerade im Urlaub sind oder einfach einen Raum übrig haben.
Die Realität? Die meisten Anbieter sind gewerbliche Vermieter. Sie kaufen Immobilien extra für Airbnb.
Warum? Es ist für viele unangenehm, Fremde in der eigenen Wohnung zu haben.
Bei Robotaxis wird es wahrscheinlich ähnlich laufen. Würdest du dein sauberes Auto morgens weggeben und abends verschmutzt zurückbekommen wollen? Oder den höheren Wartungsaufwand in Kauf nehmen?
Die meisten Autobesitzer werden das nicht machen. Stattdessen werden spezialisierte Flottenbetreiber entstehen. Genau wie bei Airbnb.
Tesla hat übrigens folgendes versprochen: Mit einem Robotaxi kann man 150% Rendite pro Jahr erzielen.
Aber: Wenn Tesla wirklich so hohe Renditen erwartet, warum sollten sie die Autos überhaupt verkaufen? Dann wäre es lukrativer, sie selbst zu behalten.
Die Antwort ist einfach. Die Margen werden durch Konkurrenz automatisch sinken. Wie bei jedem anderen Markt auch.
PS: Im begleitenden Podcast bespreche ich das Thema noch etwas ausführlicher.

Warum ich bei Mercedes jeden Tag frustrierter wurde…
2019. Mein letztes Jahr bei Mercedes.
Mein größtes Problem?
8 Stunden Meetings am Tag. Hunderte ungelesene Mails. Newsletter. LinkedIn-Posts. Der volle Info-Overload.
Mein Anspruch: Über alles Bescheid wissen.
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📊 Aktien-Performance
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Hier die Wochenperformance der wichtigsten Automotive-Werte:

Woche Δ: Kursveränderung der letzten Woche
YTD Δ: Kursänderung seit Jahresbeginn
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Das war’s für heute:

Bis zum nächsten Mal,
Philipp Raasch
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