Guten Morgen. Hier ist dein Briefing für die KW35.
Das waren die wichtigsten Entwicklungen der Woche:
Mercedes will ab 2027 Motoren von BMW kaufen. Die Konzerne verhandeln über eine historische Kooperation. Eine Entscheidung soll in den nächsten 8 Wochen fallen
EU-US-Autozölle sinken rückwirkend auf 15%. Zusätzlich planen beide Seiten, dass US-Autos künftig ohne extra Zulassung in Europa verkauft werden können - und umgekehrt
Porsche schließt Batterietochter Cellforce fast komplett. 200 von 280 Jobs fallen weg. Eine eigene Batteriefertigung sei "nicht wirtschaftlich darstellbar"
China bremst Überinvestitionen in E-Mobilität. Die Regierung führt neue Regeln gegen exzessive Investments in den EV-Sektor ein
Chinesische Zulieferer wachsen 3x schneller als deutsche. 14,7% vs. 5,7% jährlich seit 2020. China könnte 2031 Deutschland als führende Zulieferernation ablösen
GM baut Elite-KI-Team im Silicon Valley auf. Der Konzern hat Dutzende Experten von Google, Meta und AWS abgeworben. Das Team soll KI in alle Geschäftsbereiche pushen
Das sind die weiteren Themen:
📝 Mein Take
Audi gibt auf und verkauft einfach chinesische Autos
🔎 Spotlight
Warum Mercedes plötzlich Motoren von BMW kauft
China flieht aus dem eigenen E-Auto-Markt
Warum Shortseller jetzt gegen BMW, Mercedes und Stellantis setzen
🏢 Company Updates
VW, Porsche, Audi, Tesla, BYD, Xiaomi, GM & Rivian
🌍 360°-Marktupdate
Globale Märkte: USA, China, Europa, Deutschland, Asien
Tech & Transformation: E-Mobility, Autonomes Fahren, Zulieferer, Consumer Insights
🔮 Mein Take
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Audi gibt auf und verkauft einfach chinesische Autos.
Das erste Modell der neuen Marke "AUDI" ist vom Band gelaufen. Zur Erinnerung: Audi hat gemeinsam mit SAIC eine komplett neue Submarke in China gelauncht. Ohne die ikonischen 4 Ringe. Nur noch "AUDI" in Großbuchstaben.
Der E5 Sportback wird jetzt im chinesischen Werk Anting produziert.
Aber hier kommt der Twist:
Der E5 Sportback ist praktisch ein IM Motors L6. Gleiche Plattform. Gleiche Motoren. Gleiche Batterien. Sogar die 579 kW Leistung ist identisch.
IM Motors ist übrigens eine Marke von SAIC und Alibaba. Also genau den Partnern, mit denen Audi jetzt zusammenarbeitet.
Mit anderen Worten: Du kaufst einen chinesischen IM L6. Mit Audi-Logo drauf. Für knapp 2.000 € mehr.
Klingt komisch, aber das ist "In China, für China" in Reinform.
Denn wir reden ja immer davon, dass es hunderte Automarken in China gibt. Das stimmt auch. Aber die darunterliegenden Plattformen und Technologien? Sind deutlich weniger.
Die meisten Marken nutzen praktisch dieselbe Technik. Das macht Audi jetzt auch.
Es ist die reinste Form der Anpassung an das chinesische Playbook. Aber auch ein schmerzhaftes Eingeständnis: Wir schaffen es nicht, technologisch mitzuhalten UND gleichzeitig wirtschaftlich zu bleiben.
Also nehmen wir ein chinesisches Auto und kleben unser Logo drauf.
In Ingolstadt schmerzen dabei sicher ein paar Herzen.

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