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Diese Ausgabe wird unterstützt von NVIDIA

NVIDIA hat mich auf ihre Konferenz GTC nach Berlin eingeladen. Dort konnte ich ihr KI-Assistenzsystem Alpamayo im Mercedes CLA testen. Und ich habe unter anderem mit Philippe van den Berge gesprochen. Er leitet das Autogeschäft von NVIDIA in Europa. Ausschnitte aus dem Gespräch zeige ich am Montag auf YouTube.

NVIDIA hatte keinen Einfluss auf meine Story: Was jetzt kommt, ist also meine Einschätzung. Und nicht unbedingt die von NVIDIA.

Herzlich willkommen zur 137. Ausgabe von Der Autopreneur.

Oktober 2026. Ich sitze im Tempodrom in Berlin-Kreuzberg. Die Halle ist voll. Alle warten auf einen Mann.

Dann kommt er auf die Bühne: Jensen Huang. Schwarze Lederjacke, wie man ihn kennt. Die Halle jubelt wie bei einem Rockstar.

Jensen Huang auf der GTC in Berlin

Jensen Huang auf der GTC in Berlin

Jensen ist Gründer und Chef von NVIDIA. Das hier ist NVIDIAs eigene Konferenz: die GTC.

NVIDIA hat auf KI gesetzt, bevor der Hype losging. Damit wurden sie sowas wie der Gewinner des KI-Zeitalters.

Und auch in der Autoindustrie werden sie immer größer: U.a. Mercedes, Volvo, JLR, Toyota, Hyundai, GM und Xiaomi setzen auf NVIDIA. Uber plant Robotaxis mit ihrer Technologie.

Höchste Zeit, dass wir uns diese Firma genauer anschauen:

  • Wie aus einem kleinen Startup für Grafikkarten die wertvollste Firma der Welt wurde

  • Wie NVIDIA ins Auto gekommen ist und was sie dort heute machen

  • Und wie NVIDIA sich die Zukunft der Autoindustrie vorstellt

Jensen Huang neben einem silbernen Mercedes CLA, NVIDIA-Logo und grüner Pfeil

Die Firma, die gerade überall ist

Mitte September sitzt Jensen in Los Angeles auf der Bühne einer Tech-Konferenz. Mitten im Gespräch klingelt sein Handy. Es ist Donald Trump. Jensen geht ran und stellt auf Lautsprecher. Dann quatschen die beiden ein bisschen über KI-Rechenzentren.

Trump ruft ihn öfter an. Meistens spät in der Nacht.

Jensen ist gerade gefühlt überall gleichzeitig. Im Oktober tourt er durch Europa. In Paris trifft er Macron, in London den britischen Premier.

Zum Schluss ist er in Berlin. Er isst einen Gemüsedöner und trifft Friedrich Merz. Bei einem Investoren-Gipfel sitzen die beiden zusammen auf der Bühne. Der Moderator fragt Merz, was er an Jensens Stelle tun würde. Merz' Antwort: Lederjacke an, nach Berlin fliegen und beim Kanzler investieren. Jensen: Genau das mache ich gerade.

Und er meint es ernst. In Europa investiert NVIDIA fast 10 Mrd. Dollar.

Merz erzählt, was ihm der Mercedes-Chef versprochen hat: Bis Jahresende fährt die neue S-Klasse in Deutschland autonom. Möglich macht das auch NVIDIA.

Dass alle Jensen treffen wollen, hat einen einfachen Grund: NVIDIA ist sowas wie der Schaufelverkäufer des KI-Zeitalters.

Im Goldrausch haben nicht die Goldgräber das große Geld gemacht. Sondern die, die ihnen die Schaufeln verkauft haben. Bei der KI sind die Schaufeln die Computerchips. Denn für KI braucht man sehr viel Rechenleistung. Und die kommt meistens von NVIDIA.

Das Geschäft läuft so gut, dass NVIDIA immer mal wieder die wertvollste Firma der Welt ist: rund 5 Bio. Dollar an der Börse. Das ist mehr als doppelt so viel wie alle 40 DAX-Konzerne zusammen.

Angefangen hat alles aber viel kleiner. Vor 33 Jahren, in einem Diner in Kalifornien.

3 Ingenieure ohne Idee

1993, San Jose. 3 Männer sitzen in einem Denny's. Das ist so eine Diner-Kette, wie es sie in den USA an jeder Ecke gibt.

Sie wollen eine Firma gründen. Was für eine, wissen sie noch nicht. Und wie man das macht, auch nicht. Einer der 3 ist Jensen Huang. Er ist 30.

Jensen kommt 1963 in Taiwan zur Welt. Mit 9 schicken ihn seine Eltern in die USA. Mit 15 jobbt er als Tellerwäscher. Bei Denny's.

Nach der Schule studiert er Elektrotechnik. 1984 ist er fertig und geht ins Silicon Valley. Erst zu AMD, dann zu LSI Logic.

LSI baut Chips für andere Firmen. Dort arbeitet Jensen an einem Grafikchip für den Computerhersteller Sun. Dabei lernt er 2 Ingenieure von Sun kennen: Chris Malachowsky und Curtis Priem. Die beiden sind bei Sun für die Grafik zuständig. Also für die Chips, die das Bild auf den Bildschirm bringen.

Das Projekt wird ein Erfolg. Und die 3 merken: Wir sind ein gutes Team.

Anfang der 90er wollen Chris und Curtis sich selbstständig machen. Und sie wollen Jensen dabeihaben.

Aber Jensen will nicht. Er hat einen sicheren, gut bezahlten Job. Und eine Familie. Doch die beiden lassen nicht locker. Irgendwann sagt Jensen: Okay, lasst uns wenigstens mal überlegen, was das für eine Firma sein könnte.

So sitzen die 3 also im Denny's. Die Kette kennt Jensen ja gut. Bisher aber nur aus der Küche.

Tag für Tag treffen sie sich hier, trinken einen Kaffee nach dem anderen und überlegen.

Immer mehr Leute haben jetzt einen PC zu Hause. In den USA ist es schon mehr als jeder 5. Haushalt. Und darauf laufen auch Videospiele. Die meisten sind aber noch in einfacher 2D-Grafik. Für 3D ist ein normaler PC zu schwach.

Genau da sehen sie ihre Chance: ein Chip, der 3D-Spiele auf den PC bringt. Chips entwerfen können sie. Und mit Grafik kennen sie sich aus.

Das überzeugt auch Jensen. Er kündigt seinen Job. Im April 1993 gründen die 3 ihre Firma: NVIDIA.

30 Tage vor dem Aus

Jetzt fehlt nur noch das Geld. Aber die meisten Investoren sind nicht interessiert. Videospiele? Dafür gibt es keinen Markt.

Am Ende steigt doch ein Investor ein: Sequoia.

Mit dem Geld bauen sie ihren 1. Chip. Für 3D setzen sie auf eine eigene Technologie. Sie soll viel günstiger sein als das, was die Konkurrenz macht.

Der Chip selbst floppt. Aber mit der Idee dahinter gewinnen sie ihren 1. großen Kunden: Sega. Sega gehört damals zu den größten Herstellern von Spielkonsolen. NVIDIA soll den Grafikchip für Segas nächste Konsole bauen.

Für die junge Firma ist das der Jackpot. Aber jetzt hängt alles an diesem einen Kunden.

Das Problem: Während sie für Sega bauen, entwickelt sich der Markt in eine andere Richtung. Microsoft bringt für Windows 95 einen eigenen Standard für 3D-Grafik. Und weil fast jeder PC auf Windows läuft, setzen schnell auch die meisten Konkurrenten darauf. Nur der Ansatz von NVIDIA passt nicht dazu.

Damit stecken sie in einer Zwickmühle:

  • Bauen sie weiter für Sega, verlieren sie den PC-Markt

  • Hören sie auf, verlieren sie ihren einzigen großen Kunden

So oder so wäre die Firma erledigt.

Jensen sucht einen Ausweg. Und was er dann macht, ergibt erstmal überhaupt keinen Sinn. Er geht zum Sega-Chef und sagt den Deal ab. Er gibt zu: Unser Ansatz ist falsch. Sega soll sich lieber einen anderen Partner suchen. Und dann bittet er ihn trotzdem um Geld: Sega soll bei NVIDIA einsteigen.

Der Sega-Chef überlegt ein paar Tage. Dann sagt er ja: Sega investiert rund 5 Mio. Dollar in NVIDIA. Später sagt er dazu: „Ich mochte Jensen.“

Das Geld reicht für 6 Monate. Damit macht NVIDIA eine letzte große Wette: ein neuer Chip, diesmal für Microsofts Standard.

Im August 1997 kommt er auf den Markt. Da hat NVIDIA nur noch Geld für 30 Tage. Doch der Chip wird ein Hit: In nur 4 Monaten verkauft NVIDIA 1 Mio. Stück. Die Firma ist gerettet.

1999 geht NVIDIA an die Börse. Im selben Jahr bringen sie die GeForce auf den Markt. Unter diesem Namen verkaufen sie ihre Grafikkarten bis heute.

Die GeForce wird ein Riesenerfolg. In Berlin erzählt Jensen, wer am Anfang ihr größter Kunde war: MediaMarkt.

Was damals noch keiner ahnt: Diese Karten können viel mehr als Spiele.

Die Wette, die 20 Jahre dauert

Mitte der 2000er kennt jeder Gamer NVIDIA. Sie haben ihre Nische gefunden: Grafikkarten für Spiele.

Aber dann machen Forscher eine Entdeckung: Die Grafikkarten kann man auch für Simulationen nutzen. Ein normaler Prozessor rechnet sehr schnell, aber eine Aufgabe nach der anderen. Eine Grafikkarte rechnet tausende kleine Aufgaben gleichzeitig.

Nur lassen sich die Karten dafür kaum programmieren. Jensen sieht darin eine Chance. Also baut NVIDIA eine Software, mit der man die Karten auch für andere Aufgaben programmieren kann. 2007 ist sie fertig: CUDA.

Wofür die Leute CUDA mal nutzen werden, weiß Jensen da noch nicht.

Trotzdem baut NVIDIA alle Grafikkarten dafür um. Auch die für Gamer. Dadurch steigen die Kosten und NVIDIA verdient weniger. Das gefällt natürlich den Aktionären nicht. Sie wollen, dass Jensen sich aufs Kerngeschäft konzentriert.

Aber Jensen glaubt an CUDA. Um es bekannt zu machen, gründet NVIDIA 2009 eine eigene Konferenz: die GTC.

Langsam kommen die Anwender: Ölfirmen, Kliniken, Physiker.

2012 entdecken auch KI-Forscher CUDA. Mit 2 GeForce-Karten bringen sie einem Programm bei, Bilder zu erkennen. Und zwar besser als alles davor. Jensen nennt das später den Urknall der KI.

Ab jetzt dreht sich bei NVIDIA alles um KI.

2016 bringt Jensen den 1. KI-Supercomputer von NVIDIA persönlich nach San Francisco. Zu einem kleinen Startup namens OpenAI.

Ende 2022 launcht OpenAI ChatGPT. Für Jensen ist das der iPhone-Moment der KI.

Was danach passiert, wissen wir alle. Jetzt will jeder KI. Und dafür braucht man fast immer NVIDIA-Chips.

Der Börsenwert geht durch die Decke. 2024 ist NVIDIA zum 1. Mal die wertvollste Firma der Welt.

Schaubild: NVIDIAs Börsenwert von 1 Mrd. Dollar beim Börsengang bis heute rund 5 Bio. Dollar, über der Linie aller 40 DAX-Konzerne bei 2,2 Bio.

NVIDIAs Börsenwert seit 1999 (companiesmarketcap, 247wallst, finanzen.net)

Fast 20 Jahre hat Jensen an CUDA festgehalten. Jetzt zahlt sich seine Wette aus.

Und er sieht schon wieder, was als Nächstes kommt: KI, die sich in der echten Welt bewegt. In Robotern. Und im Auto.

Wie NVIDIA ins Auto kommt

Im Auto ist NVIDIA tatsächlich schon länger. Dafür müssen wir nochmal zurück ins Jahr 2005.

Da startet die Partnerschaft mit Audi. 2010 laufen bei Audi Navigation und Infotainment auf NVIDIA-Chips. Später dann auch die Fahrassistenz.

Dann kommt Tesla. Im Model S läuft ab 2012 das Infotainment auf NVIDIA-Chips. Ab Oktober 2016 auch der Autopilot. Die Software dafür kommt von Tesla.

Schon seit 2015 arbeitet NVIDIA auch am autonomen Fahren. Dafür braucht ein Auto besonders viel Rechenleistung. Und genau das ist ja ihre Stärke.

Aber Chips allein reichen dafür nicht. Auf ihnen muss eine Software laufen, die das Auto steuert. Also entwickeln sie auch die Software.

2019 stellt Tesla im Auto auf eigene Chips um. Ein Jahr später vereinbaren NVIDIA und Mercedes: Für die nächsten Modelle von Mercedes entwickeln sie gemeinsam die Software fürs autonome Fahren. Laufen soll sie auf NVIDIA-Chips.

Auch in China läuft es gut für NVIDIA. Bei der Fahrassistenz setzen Nio, Li Auto und Xpeng auf NVIDIA. Später auch Xiaomi.

Und 2026 ist es bei Mercedes so weit: Der neue elektrische CLA fährt mit der gemeinsamen Software.

Heute steckt NVIDIA also in vielen Autos. Aber was genau machen sie dort?

NVIDIA wird zur Plattform fürs autonome Fahren

Was NVIDIA im Auto macht, konnte ich in Berlin selbst erleben. Dort bin ich im neuen CLA mitgefahren. Er fährt auf Level 2++. Das heißt: Der Fahrer bleibt verantwortlich und muss aufpassen. Abgesehen davon fährt das Auto praktisch allein, wie ein Robotaxi:

  • Man gibt am Anfang das Ziel ins Navi ein

  • Das Auto lenkt, bremst und erkennt alles um sich rum

  • 45 Minuten sind wir so durch den Berliner Stadtverkehr gefahren. Der Fahrer musste kein einziges Mal eingreifen

Vor der Testfahrt im CLA in Berlin, links Philipp Raasch

Vor der Testfahrt im CLA in Berlin, links ich

Im CLA laufen dafür 2 Systeme gleichzeitig:

  1. Die KI fürs Fahren (Alpamayo): Sie steuert das Auto auf Basis der Live-Kameradaten

  2. Das Sicherheitssystem (Halos): Es folgt festen Regeln und nutzt neben den Kameras auch die Daten des Radars. Es rechnet jede Situation parallel zur KI selbst durch. Droht zum Beispiel ein Unfall, kann es eingreifen

Damit das alles funktioniert, braucht es 3 Computer:

  1. Der Computer im Rechenzentrum: Hier wird die KI trainiert, die das Auto fährt. Vor allem mit Videos von echten Fahrten

  2. Der Computer für Simulationen: Hier übt die KI Situationen, die im echten Verkehr selten vorkommen. Zum Beispiel ein Kind, das plötzlich auf die Straße läuft

  3. Der Computer im Auto: Auf ihm laufen am Ende die KI und das Sicherheitssystem

Gebaut ist der CLA nach Hyperion. Das ist sowas wie NVIDIAs Bauplan fürs Auto: Er legt fest, welche Computer und Sensoren ein Auto braucht. Wer sein Auto nach Hyperion aufbaut, kann NVIDIAs Lösung fürs autonome Fahren nutzen. Und zwar von Level 2++ bis Level 4.

Der nächste Schritt ist Level 4. Dann fährt das Auto wirklich ganz ohne Fahrer, zumindest in festgelegten Gebieten.

Bei NVIDIA soll das bis 2028 mit Uber losgehen. Auch die neue S-Klasse soll es bei Uber als Robotaxi geben.

Im Grunde ist das dieselbe Technologie wie in meinem CLA in Berlin. Anders sind eigentlich nur 3 Dinge:

  • Das Auto hat mehr Sensoren

  • Es läuft ein größeres KI-Modell

  • Und dafür braucht es einen größeren Computerchip

Xinzhou Wu leitet bei NVIDIA das Autogeschäft. Er sagt: Wir steuern auf eine Zukunft zu, in der jeder Kilometer autonom gefahren wird. Heute sind es nach seiner Schätzung erst 6 von 100.000 Kilometern.

Noch ist das Auto für NVIDIA ein Nebengeschäft: Ihre Chips fürs Auto bringen nur 1,1% vom Umsatz. Aber der Plan ist größer: An jedem autonom gefahrenen Kilometer will NVIDIA in Zukunft mitverdienen. Dieses Geschäftsmodell nennen sie Revenue per Mile.

Schaubild: Fürs autonome Fahren braucht es 3 Computer, Rechenzentrum, Simulation und Auto. NVIDIA liefert für alle Chips und Software.

Was NVIDIA ins Auto liefert (NVIDIA)

Mein Take

Also, was können wir aus der Geschichte von NVIDIA mitnehmen?

Jensen hat 2 riskante Wetten gemacht:

  1. Erst auf 3D und den Markt für Gaming

  2. Dann auf KI, lange vor dem Hype

Beide sind am Ende aufgegangen.

Jetzt kommt seine 3. Wette: die KI in der echten Welt. Bei uns heißt das: autonomes Fahren.

Und ich denke: Das wird schneller gehen, als die meisten glauben. Wie weit die Technologie schon ist, hab ich in Berlin erlebt.

Aber was bedeutet das für die Autohersteller? Aktuell sehen wir 2 Ansätze:

  1. Die einen bauen alles selbst: Chips, Software und KI. Das machen z.B. Tesla und Rivian

  2. Die anderen konzentrieren sich aufs Auto und holen sich für die KI einen Partner wie NVIDIA. So macht es z.B. Mercedes

Alles selbst bauen werden wohl nur wenige schaffen. Denn dafür braucht ein Hersteller 3 Dinge:

  1. Sehr viel Geld: Schon das Training der KI ist so teuer, dass es kaum einer allein stemmen kann

  2. Sehr viele Daten: Tesla sammelt seit über 10 Jahren Fahrdaten aus der ganzen Flotte

  3. Ganz andere Fähigkeiten: KI entwickeln gehört nicht zur Kernkompetenz eines Autobauers

Ich glaube also: Beim autonomen Fahren wird es ähnlich laufen wie bei Smartphones. Tesla ist dabei sowas wie Apple: eigene Hardware und eigene Software. Das ist aber die Ausnahme. Die allermeisten Handyhersteller nutzen Android als gemeinsames Betriebssystem.

Genauso werden sich bei der Software fürs autonome Fahren einige wenige große Plattformen durchsetzen. NVIDIA wird ziemlich sicher eine davon sein.

Und der Witz an der Sache: Selbst Tesla kauft am Ende bei NVIDIA ein. Denn fürs Training braucht man die besten KI-Chips. Und die kommen meistens von NVIDIA. Schaufelverkäufer eben.

Aber wenn die Software von wenigen Plattformen kommt: Wo liegt dann noch die Stärke der deutschen Hersteller?

Philippe van den Berge leitet bei NVIDIA das Autogeschäft in Europa. Er nennt die Sicherheit. „Ein Auto ist ja etwas, was 180 auf der Autobahn fährt. Da darf nichts passieren.“

Die KI entscheidet, wann das Auto bremst. Aber bremsen muss das Auto selbst. Und zwar zuverlässig, auch bei 180. Genau solche Autos bauen wir seit über 100 Jahren.

Und das ist doch irgendwie eine schöne Nachricht. Mit dem Shift zur KI wird plötzlich wieder wichtiger, was unsere Kernkompetenz ist: der Maschinenbau.

Oder wie Jensen in Berlin sagt: „Electrons will never replace atoms.“

PS: Am Montag gibt's das Thema ausführlicher auf YouTube und am Dienstag im Podcast.

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Philipp Raasch

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