Guten Morgen. Hier ist dein Briefing für die KW9.

Das waren die wichtigsten Entwicklungen:

  1. Chinas Automarkt könnte 2026 um 5-9% schrumpfen. Folge: Chinesische Hersteller exportieren noch aggressiver. Erwartet: 6,5-7 Mio. Exporte (+15%)

  2. BMW streicht Level 3 autonomes Fahren. Nach Mercedes gibt damit der 2. deutsche Premium-Hersteller auf. Grund: zu teuer, zu wenig Nachfrage

  3. Erstes Tesla Cybercab ist vom Band gelaufen. Der Zweisitzer ohne Lenkrad soll unter 30.000 $ kosten. Aber: Teslas Robotaxis in Austin crashen laut Unfallberichten 4x häufiger als Menschen

  4. Trump zeigt sich offen für chinesische Autobauer in den USA. Geely prüft bereits, Zeekr und Lynk & Co über Volvos Werk in South Carolina zu bauen

  5. Deutsche Autobranche hat 2025 rund 50.000 Jobs abgebaut. Kein anderer Sektor in Deutschland hat mehr Stellen gestrichen

  6. Höchstes US-Gericht kippt Trumps globale Zölle. Für die Autoindustrie ändert sich aber nichts: Die 25% Autozölle auf Importe aus der EU, Kanada und Mexiko laufen über ein anderes Gesetz und bleiben bestehen

Das sind die weiteren Themen:

  1. 📝 Mein Take

    • Audis Software-Vorstand ist gescheitert. An Audi.

  2. 🏢 Company Updates

    • Volkswagen, BMW, Porsche, Audi, Tesla, Stellantis, Renault, Waymo, Toyota, Polestar

  3. 🌍 Globale Märkte

    • Europa, Deutschland, USA, China, Rest of World

  4. 🔬 Tech & Transformation

    • E-Mobility, Autonomes Fahren, Robotics & Future Tech

  5. 📊 Weitere Meldungen

    • Zulieferer

🔮 Mein Take

⎯⎯

Audis Software-Vorstand ist gescheitert. An Audi.

Im Juni 2024 hatte ich einen LinkedIn Post zu Audi geschrieben, der viral ging. Knapp 1 Mio. Impressionen. Über 10.000 Likes.

Alle haben eine Sache gefeiert: Endlich ein deutscher Autobauer, der es kapiert hat. Der sich erneuert. Und zwar nicht unten, sondern ganz oben.

Audi hat Geoffrey Bouquot in den Vorstand geholt. Damals gerade mal 38. Nicht aus dem Konzern. Echter Tech-Background. Der erste Software-Vorstand in Audis Geschichte.

Jetzt muss er schon wieder gehen.

Zum 1. März übernimmt Rouven Mohr. Stabile 18 Jahre VW-Konzern. Ein klassischer Car Guy.

Im Konzern heißt es: Man brauche jemanden, der "die Sprache der Audianer" spricht. Übersetzt: Wir wollen Wandel. Aber bitte von jemandem, der so tickt wie wir. Und am besten ohne was zu verändern.

Die meisten denken jetzt wahrscheinlich: Ja gut, der war dem halt nicht gewachsen.

Man kann es aber auch anders sehen: Audi hat den richtigen Schritt in Richtung Erneuerung gemacht. Und dann hat der Konzern es nicht ausgehalten.

Das ist kein Einzelfall. Das ist ein Muster in der deutschen Auto-Industrie. Die Beharrungskräfte im Konzern sind am Ende doch immer stärker als der Veränderungswille. Alle wollen Erneuerung. Bis sie wehtut.

Aber Erneuerung heißt nicht, "die Sprache der Audianer" zu sprechen. Sondern eine neue zu lernen.

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  • Jeden Mittwoch: Nie wieder wichtige Entwicklungen übersehen

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