Guten Morgen. Hier ist dein Briefing für die KW8.
Das waren die wichtigsten Entwicklungen:
VW will die jährlichen Kosten um 20% senken. Das sind rund 60 Mrd. €. Auch Werksschließungen in DE sind wieder auf dem Tisch
Mercedes Gewinn ist 2025 um 57% eingebrochen. Die Auto-Marge sinkt 2026 weiter auf 3-5%
China verbietet Autoverkäufe unter Herstellungskosten. Der Preiskampf hat die Branche bisher 68 Mrd. $ gekostet
Trump hebt alle US-Emissionsstandards für Autos auf. CO₂ gilt nicht mehr als Gesundheitsgefahr. Hersteller müssen keine EV-Quoten mehr erfüllen
EU plant Local-Content-Regeln für E-Autos. Wer staatliche Förderung will, muss in der EU montieren und 70% der Komponenten aus Europa beziehen
Ford-CEO Farley schlägt der Trump-Regierung China Joint Ventures vor: Chinesische Hersteller sollen in den USA produzieren dürfen, wenn US-Firmen die Mehrheit halten
Das sind die weiteren Themen:
📝 Mein Take
120.000 VW-Mitarbeiter verzichten auf ihren Bonus. Der Vorstand nicht
🏢 Company Updates
Volkswagen, Mercedes, BMW, Porsche, Audi, Tesla, BYD, Stellantis, Ford, Toyota, Rivian
🌍 Globale Märkte
Europa, Deutschland, USA, China, Rest of World
🔬 Tech & Transformation
E-Mobility, Autonomes Fahren, Software & AI, Robotics & Future Tech
📊 Weitere Meldungen
Zulieferer
🔮 Mein Take
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120.000 VW-Mitarbeiter verzichten auf ihren Bonus. Der Vorstand nicht.
Letztens kam die lustige Meldung: VW hat 6 Mrd. € gefunden. Das ist praktisch das Geld, das nach allen Ausgaben übrig bleibt. Eigentlich hatte man damit gerechnet, dass 2025 nichts übrig bleibt. Jetzt also doch.
Das Praktische? Am Cashflow hängt auch, ob die Vorstände ihre Boni bekommen. Und die bekommen sie jetzt wohl zumindest teilweise.
Zur Erinnerung: Die Belegschaft hat Ende 2024 im "Weihnachtskompromiss" auf Teile ihres Bonus verzichtet. Um den Konzern zu stabilisieren.
Aber woher kommt das Geld?
Es ist nicht so, dass das Geschäft plötzlich besser läuft. Es ist eher Financial Engineering. VW hat vor allem Lagerbestände abgebaut und Zahlungen an Lieferanten nach hinten geschoben. Praktisch Geld in der Bilanz verschoben.
Gleichzeitig passieren 2 scheinbar gegensätzliche Dinge:
1) VW spart:
Die jährlichen Kosten sollen um 20% runter. Das sind rund 60 Mrd. €
Bis 2030 werden 35.000 Stellen abgebaut
Werksschließungen in Deutschland sind wieder auf dem Tisch
2) VW investiert:
10 Mrd. € für die E-Auto Produktion in Spanien
20 neue E-Autos mit Xpeng & Co in und für China
Weitere 2 Mrd. $ für Rivian. VW hält inzwischen über 12% Anteil
Und nebenbei steigt Audi für hunderte Millionen in die Formel 1 ein.
Wie passt das zusammen? VW verschiebt Geld. Raus aus dem Bestandsgeschäft. Rein in die Zukunftsthemen. Die Veränderungen kommen nicht auf einmal. Sondern Schritt für Schritt. Es ist sowas wie sozialverträgliche Transformation.
Das eigentlich Tragische ist aber:
Alles was runtergefahren wird, ist in Deutschland
Alles was aufgebaut wird, ist woanders
VW baut seine Zukunft also woanders auf. Am Ende fließt das Geld vor allem weg aus Deutschland.
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