Guten Morgen. Hier ist dein Briefing für die KW17.

Das waren die wichtigsten Entwicklungen:

  1. Iran-Krieg treibt die globale E-Auto-Nachfrage. Hyundai meldet in den USA +40% EV-Absatz im März, Chinas NEV-Exporte legen im gleichen Monat um 140% zu

  2. VW und Audi senken ihre europäische Produktionskapazität um 1 Mio. Fahrzeuge bis 2028. Gleichzeitig bleibt VW in China mit 22% Marktanteil Marktführer bei Verbrennern

  3. Tesla startet Robotaxi-Service in Dallas und Houston, 3 Tage vor den Q1-Zahlen. Damit operiert Tesla jetzt in 3 US-Städten. Außerdem berät der EU-Ausschuss am 5. Mai über die FSD-Zulassung

  4. BYD will als erstes chinesisches Mitglied in die EU-Herstellerlobby ACEA. Eine Aufnahme würde BYDs Einfluss auf EU-Regulierung stärken. Einige der 17 Mitglieder lehnen den Antrag ab

  5. Ford löst seine EV-Sparte auf, EV-Chef Doug Field verlässt das Unternehmen. 2026 drohen bis zu 5 Mrd. $ Verlust im EV-Geschäft, profitabel soll es erst 2029 werden

  6. Bosch streicht über die nächsten Jahre 22.000 Stellen in Deutschland. Gleichzeitig investiert der Konzern 7,9 Mrd. € in F&E für Sensoren, KI und Software. CEO Hartung hält weitere Anpassungen für "fast unvermeidbar"

Das sind die weiteren Themen:

  1. 📝 Mein Take

    • Die 2 VWs & Beijing Auto Show

  2. 🔎 Spotlight

    • Beijing Auto Show 2026

  3. 🏢 Company Updates

    • Volkswagen, Mercedes, BMW, Audi, Tesla, BYD, Stellantis, Nissan, Honda, Geely, CATL

  4. 🌍 360°-Marktupdate

    • Globale Märkte: USA, China, Europa, Deutschland, Asien

    • Tech & Transformation: E-Mobility, Autonomes Fahren, Software & AI, Robotics & Future Tech, Zulieferer

🔮 Mein Take

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Am Freitag startet in Peking die Auto China. Die größte Automesse der Welt.

VW zeigt dort gleich mehrere neue Modelle. Zum Beispiel die UNYX-Reihe aus Hefei, VWs Entwicklungszentrum in China. Die laufen auf der Plattform und Software von Xpeng. Einem chinesischen E-Auto-Hersteller. In 24 Monaten entwickelt. Statt wie klassisch 48.

Bei Verbrennern ist VW in China Marktführer. Bei E-Autos: fast nicht existent.

Und damit ist VW nicht allein: Der Marktanteil aller deutschen Hersteller in China ist von 26% (2019) auf 16% (2025) gefallen. Quasi zeitgleich mit dem Durchbruch der E-Mobilität dort.

VW-China-Chef sagt dazu: Jüngere Chinesen sehen VW heute als „brand for the parents".

Der VW-Markenchef über die 1. Generation seiner E-Autos: Das sind keine echten Volkswagen.

Sie sind gefloppt.

Die nächste Generation soll kein Flop mehr sein. Und vor allem die verlorene Generation junger Chinesen zurückholen.

Deshalb kommt sie aus China. Nicht mehr aus Wolfsburg.

2026 launcht VW in China alle 2 Wochen ein neues elektrifiziertes Modell.

Gleichzeitig kündigt CEO Oliver Blume an: Bis 2028 bauen VW und Audi in Europa Kapazität für 1 Mio. Autos jährlich ab. Langfristziel weltweit: von 12 auf 9 Mio. Fahrzeuge.

Es gibt jetzt 2 VWs: Das langsame in Deutschland. Und das schnelle in China.

Die Frage ist nur: Bleibt die Zukunft in China? Oder kommt sie irgendwann zurück nach Wolfsburg?

PS: Das ist erstmal die letzte Ausgabe des Briefings. Ich pausiere das Format, um an neuen Dingen zu arbeiten. Der Newsletter am Sonntag kommt wie gewohnt weiter. Danke, dass du hier mit dabei warst.

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  • 360° Markt-Intelligence: Tesla bis BYD, E-Mobility bis KI, China bis Europa
  • Jeden Mittwoch: Nie wieder wichtige Entwicklungen übersehen

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