Guten Morgen. Hier ist dein Briefing für die KW14.
Das waren die wichtigsten Entwicklungen:
Sony und Honda stoppen ihr gemeinsames E-Auto-Projekt. Die Limousine Afeela und der geplante SUV sind eingestellt. Das Auslieferungszentrum in Kalifornien hatte erst 4 Tage zuvor eröffnet
Das Rivian-Joint-Venture kostet VW 2,3 Mrd. € allein 2026. Neben den direkten Investitionen in Rivian trägt VW 75% der laufenden Kosten für 1.000+ Mitarbeiter
Erster Gewinnrückgang bei BYD seit 4 Jahren. 2025 stammen 38% des Nettogewinns aus staatlichen Subventionen. Ohne die Zuschüsse hätte sich das Ergebnis halbiert
VW verhandelt über Rüstungsproduktion im Werk Osnabrück. Komponenten für Israels Iron Dome sollen 2.300 Arbeitsplätze sichern
Chinas E-Auto-Exporte steigen im Februar um 120%. Deutschland ist mit +488% der am schnellsten wachsende Zielmarkt
Skoda zieht sich komplett aus China zurück. Die VW-Tochter beendet Mitte 2026 den Verkauf. Der Jahresabsatz ist von über 300.000 auf zuletzt 15.000 Fahrzeuge gefallen
Das sind die weiteren Themen:
📝 Mein Take
VW baut jetzt den Iron Dome in Israel
🏢 Company Updates
VW, BMW, , Audi, Tesla, BYD, Sony & Honda
🌍 360°-Marktupdate
Globale Märkte: USA, China, Europa, Deutschland, Asien
Tech & Transformation: E-Mobility, Autonomes Fahren, Zulieferer, Markt & Kunden
🔮 Mein Take
⎯⎯
In Osnabrück laufen seit Jahrzehnten VWs vom Band. Zuletzt das T-Roc Cabrio. Rund 2.300 Menschen arbeiten dort.
Jetzt verhandelt VW mit Rafael. Das ist der israelische Staatskonzern hinter dem Iron Dome.
Der Plan? Statt Autos soll das Werk Komponenten für Israels Luftabwehr produzieren:
Schwerlast-Trucks für Raketenträger
Launcher
Stromgeneratoren
Keine Raketen. Aber alles drumherum.
Die Bundesregierung unterstützt das aktiv. In 12 bis 18 Monaten soll die Produktion stehen.
Und wenn man ehrlich ist, ergibt das Sinn.
VW steckt in einem Dilemma, das gerade viele deutsche Industrieunternehmen betrifft.
Das Geschäft schrumpft
Der Wettbewerb nimmt zu
Die Kosten in Deutschland sind zu hoch
Also verlierst du Marktanteile
Und verkaufst noch weniger
Eigentlich müssten sie Produktion verlagern. Aber Tarifverträge, Gewerkschaften und Kündigungsschutz machen genau das extrem schwer.
Was tust du also mit einem Werk, das du nicht schließen kannst? Und mit 2.300 Menschen, die du nicht entlassen kannst?
Du suchst ein neues Geschäftsfeld. Und das naheliegendste liegt gerade auf dem Tisch.
Die Weltsituation hat die Verteidigungsausgaben überall nach oben getrieben. Auch Europa rüstet auf. Allein Deutschland stellt über 500 Mrd. € für Verteidigung bereit. Dafür braucht es Fabriken.
VW hat einen Ausweg gefunden. Er heißt Rüstung.
Am Automotive-Wettbewerb ändert das nichts. Aber es sichert Arbeitsplätze, die sonst weg wären.
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- Jeden Mittwoch: Nie wieder wichtige Entwicklungen übersehen
