Guten Morgen. Hier ist dein Briefing für die KW33.

Das waren die wichtigsten Entwicklungen:

  1. EU und China einigen sich auf Mindestpreise statt Zölle. Chinesische Hersteller können künftig individuelle Mindestpreise vorschlagen

  2. Deutsche Autobauer haben 2025 in China so wenig verkauft wie seit 13 Jahren nicht. VW, BMW und Mercedes kommen zusammen auf unter 3,9 Mio. Fahrzeuge. VW ist hinter Geely auf Platz 3 gerutscht

  3. VW, BMW und Mercedes melden Jahresabsatz 2025. VW stagniert bei 8,98 Mio. BMW legt minimal zu auf 2,46 Mio. Mercedes verliert 9% auf 1,8 Mio.

  4. AUDI E5 Sportback wird "China Car of the Year". Es ist das erste Modell der neuen Submarke mit SAIC

  5. Analysten erwarten Erholung für Europas Autosektor. Nach 2 schwachen Jahren heben sie erstmals wieder die Gewinnprognosen an

Das sind die weiteren Themen:

  1. 📝 Mein Take

    • Die EU schenkt China Milliarden (und nennt es Kompromiss)

  2. 🔎 Spotlight

    • Der wohl teuerste Strategiewechsel der Autoindustrie

  3. 🏢 Company Updates

    • Volkswagen, Mercedes, BMW, Porsche, Audi, Tesla, BYD, Stellantis

  4. 🌍 360°-Marktupdate

    • Globale Märkte: USA, China, Europa, Deutschland, Asien

    • Tech & Transformation: E-Mobility, Autonomes Fahren, KI, Zulieferer

🔮 Mein Take

⎯⎯

Ende 2024 hat die EU Strafzölle auf E-Autos aus China verhängt.

Die Reaktion? Chinesische Hersteller haben eine Lücke gefunden.

Statt E-Autos haben sie einfach Plug-in-Hybride importiert. Darauf gibt es keine Zölle.

Jetzt hat die EU reagiert:

Chinesische Hersteller können Mindestpreise vorschlagen statt Zölle zu zahlen. Das heißt: Sie verkaufen ihre Autos teurer. Dafür entfallen die Zölle.

Klingt nach Kompromiss. Ist aber ein schlechter Deal für Europa.

Der Mechanismus:

  • Jeder Hersteller verhandelt individuell mit Brüssel

  • Die Bedingungen: Mindestpreise für bestimmte Modelle plus Exportobergrenzen

  • Wer sich daran hält, zahlt keine Zölle

Das Problem?

Die Mindestpreise werden ähnlich hoch sein wie die Zölle. Sonst hätten sie ja keinen Effekt.

Für Käufer macht das also keinen Unterschied. E-Autos bleiben teuer.

Der entscheidende Unterschied: Wer bekommt das Geld?

  • Bei Zöllen fließt es in die EU-Kasse

  • Bei Mindestpreisen behalten chinesische Hersteller die Differenz als Gewinn

Das gibt ihnen mehr Ressourcen für Expansion und Innovation.

EU-Beamte erinnern sich an 2013. Damals haben chinesische Solarhersteller Mindestpreise für EU-Exporte vereinbart.

Das Problem: Sie wurden teurer aber waren trotzdem wettbewerbsfähig. Die chinesischen Firmen haben die Extra-Marge reinvestiert um ihren Vorsprung auszubauen.

Die meisten EU-Solarhersteller mussten schließen.

Genau dasselbe könnte jetzt bei Autos passieren.

Die EU wollte ihre Autoindustrie vor billiger chinesischer Konkurrenz schützen.

Stattdessen finanzieren EU-Käufer jetzt direkt Chinas Expansion.

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  • Jeden Mittwoch: Nie wieder wichtige Entwicklungen übersehen

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